Geschichte ländliche Ortsteile Waldkraiburg

Projektträger

Stadt Waldkraiburg
Homepage: www.kultur-waldkraiburg.de
Email: museum@kultur-waldkraiburg.de

Kurzportrait

geschichtederlaendlichenteilewaldkraiburg.jpgDas Projekt ist Teil des landkreisweiten "Kulturnetz" Landkreis Mühldorf.

Die ehemaligen Landgemeinden Pürten, Ebing, Niederndorf und St. Erasmus wurden 1972 verwaltungsrechtlich der Stadt Waldkraiburg angegliedert. Den daraus entstandenen Vorteilen der Gebietsreform stehen für die ländlich geprägte Bevölkerung dieser neuen, ländlichen Ortsteile der Stadt Waldkraiburg einige deutliche Nachteile gegenüber. Vor allem die Identifikation mit der eigenen Kultur und Geschichte ihrer Gemeinden wird in der Bevölkerung vermisst. Ein reges Vereinsleben, Traditionsvereine und der stetige Austausch mit den anderen Landgemeinden mildern diesen Mangel, doch fehlt eine dauerhaft zugängliche Darstellung der eigenen Kultur und Geschichte.

Da keine selbständigen Gemeinden mehr vorhanden sind, hat die Stadt Waldkraiburg sich bereit erklärt, eigens für die ländlichen Ortsteile eine qualitätvolle Dauerausstellung zu deren Kultur und Geschichte erarbeiten zu lassen und auch geeignete Räume in zentraler Lage dafür dauerhaft zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus steht ein Teil der Ausstellung als Wanderausstellung zur Verfügung.

Ein Standort im Haus der Kultur soll nicht nur einen angemessenen Rahmen bieten, sondern auch die neue Zusammengehörigkeit von Stadt und ländlichen Ortsteilen mit ihrem unterschiedlichen geschichtlichen Hintergrund deutlich machen. Die Kultur der ehemaligen Landgemeinden wird als eigenständige Einheit und zugleich wertvolle Bereicherung der Waldkraiburger Stadtgeschichte präsentiert. Denn die Wurzeln der jungen Stadt Waldkraiburg liegen in einer erfolgreichen Integration von Vertriebenen des 2. Weltkrieges in die lokale Bevölkerung der heute ländlichen Ortsteile Waldkraiburgs. Synergieeffekte und Integrationsleistung haben den Aufbau eines funktionierenden Gemeinwesens kontinuierlich gefördert.

Die Weiterentwicklung dieser aus der Not der Nachkriegszeit geborenen Verflechtungen zu starken wirtschaftlichen und sozialen Verbindungen, einer echten Stadt-Land-Partnerschaft, wird deutlich. Die Bevölkerung der ländlichen Ortsteile und die lokalen Kultur-Experten wurden an der Erarbeitung der Dauerausstellung beteiligt.

Projektziele

  • Stärkung der Identifikation der Bevölkerung mit Ihrer eigenen Kultur und Geschichte
  • rege Beteiligung lokaler Vereine und Gruppen sowie Einbindung einer mäglichst großen Zahl von Menschen an das Projekt

 

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